13 – Anspringen

Video-Dauer: 5:00

Das Anspringen ist ein leidiges Thema. Leider machen es viele Hunde und Menschen instinktiv falsch, gerade wenn der Hund klein und niedlich ist. Hunde wissen nicht, ob der Mensch ein Hundefreund ist oder nicht, daher sollte er nicht grundsätzlich alle Passanten anspringen, die ihm über den Weg laufen.

Vorbereitung:

Ziel:
Der Hund springt keine Personen an und wartet, bis die Menschen die Initiative ergreifen und ihn begrüßen.
Voraussetzungen:
Kommando „Sitz“ wird beherrscht
Hilfsmittel:
Personen als Besucher

Ausführung:

In welcher Situation übe ich diese Lektion?
Besonders in Begrüßungssituationen neigen Hunde zum Anspringen. Daher ist es wichtig, hier bereits das Anspringen zu unterbinden. Solche Situationen sind im Alltag leicht herzustellen, weshalb sie sich zum Üben perfekt eignen.
  1. Die Besucher klingeln an der Tür. Nun wird der Hund ins Kommando „Sitz“ geschickt. Dies bringt Ruhe in die Situation. Erhebt sich der Hund, wird er zurück ins „Sitz“ geformt.
  2. Betreten die Besucher den Raum, ist es sehr wichtig, dass sie den Hund NICHT ansehen. Blickkontakt ist in so einer Situation wie eine Einladung zum Begrüßen.
  3. Der Hund wird natürlich zu den Besuchern laufen und diese begrüßen wollen. Versucht er bereits hochzuspringen, können die Besucher mit Hilfe ihrer Beine den Hund „abwehren“.
    Bitte nicht falsch verstehen: Niemand soll den Hund wegtreten! Es geht lediglich darum, dass dem Hund signalisiert wird, dass der Mensch gerade nicht begrüßt werden will, indem er den Hund nicht ansieht, nicht mit ihm spricht und Annäherungsversuche abwehrt.
  4. Hat sich der Hund beruhigt, ist gar desinteressiert, kann der Mensch die Initiative ergreifen und den Hund von sich aus begrüßen.
Warum ist das Anspringen so ein großes Thema?
Leider kommen immer wieder Begegnungen mit Menschen vor, die den Hund mit der schönsten Quiek-Stimme auf der Straße ansprechen.
Dass Hunde auf hohe und freundliche Stimmen sofort reagieren, sollte eigentlich jedem klar sein. Wenn eine Person so mit dem Hund spricht, muss der Besitzer gewappnet sein: Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit wird der Hund die Person anspringen.

Hier kann nur durch Festhalten des Hundes oder Kurzhalten der Leine die Aktion unterbrochen werden.
Hat der Hund jemanden bereits angesprungen und wird zur Belohnung auch noch gestreichelt, sollte sich der Besitzer einmischen und die Person bitten, den Hund nicht weiter zu beachten.

Das Streicheln, welches dem Anspringen folgt, ist leider der häufigste Grund, warum manche Menschen ihrem Hund das Anspringen nie ganz abgewöhnen können.

Schritt für Schritt in Bildern:

Übungsplan:

Einheiten pro Tag:
So oft es sich anbietet
Wiederholungen pro Einheit:
So oft es sich anbietet
Trainingsplan:
TagÜbung
individuellÜbe, so oft es sich anbietet, dass der Hund die Besucher nicht anspringt.

Fortschritt im Basiskurs:

81 %